Die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen einem führenden Hersteller von Lebensmitteln und EnviroChemie wird mit einem neuen Ausbauprojekt in der industriellen Abwasserreinigung fortgesetzt. Die bestehende Abwasseranlage wird von EnviroChemie vor Ort bereits seit Jahren erfolgreich betrieben. Durch angestiegene Produktionsmengen und damit notwendige Erweiterungen der bestehenden Wasseranlage, fiel die Wahl des Kunden für die umfassende Erweiterung der Anlage am Standort auf EnviroChemie. Die neue Wasseraufbereitungsanlagen wird präzise auf die wachsenden Produktionsmengen in der Kartoffelverarbeitung zugeschnitten. Ziel ist die Kapazität von 1.800 m³ pro Tag auf bis zu 2.300 m³ pro Tag zu steigern.
Das neue verfahrenstechnisch komplexe, mehrstufige Anlagenkonzept setzt konsequent auf eine effiziente Kreislaufführung, das Abwasser neben der Reinigung auch als wertvolle Ressource zurückgewinnt. Der Reinigungsprozess beginnt mit einer mechanischen Vorreinigung durch die Flomar® Druckentspannungsflotation, bevor das Abwasser in die anaerobe Stufe Biomar® ASBx geleitet wird. Organische Lasten werden hier gezielt zur Gewinnung von Biogas genutzt. Durch einen weiteren anaeroben Prozess, den Biomar® AKB-Reaktor, wird die Energieausbeute zusätzlich gesteigert. In dem Reaktor werden die anfallenden Schlämme vergoren, wodurch sich die Reststoffmengen deutlich reduzieren. Durch das zusätzliche Biogas werden bis zu 2.000 t CO2 pro Jahr eingespart, was den CO2-Ausstoß erheblich senkt.
Die weitere Aufbereitung erfolgt über die aerobe Biologie Biomar® OSB. Für das angestrebte Wasserrecycling wird diese durch eine Biomar® OMB Ultrafiltration zu einer Membranbiologie (MBR) ergänzt. In Kombination mit einer Envopur® RO Umkehrosmose wird das Abwasser hochwertig aufbereitet, sodass das bereits genutzte Abwasser direkt in den Produktionsprozess zurückgeführt werden kann. Diese moderne Kreislaufführung steigert die Recyclingquote von 40 % auf über 50 %, reduziert den Water Footprint des Standorts nachhaltig und schont die regionalen Grundwasserressourcen. Der Kunde setzt damit neue Maßstäbe für eine nachhaltige wassersparende Produktion in der Lebensmittelindustrie.
Neben der Planung und dem Bau der Abwasseranlage umfasst die Zusammenarbeit auch die fortlaufende Betriebsführung vor Ort durch das Team von EnviroChemie. Die schrittweise Umsetzung und vollständige Inbetriebnahme der erweiterten Anlagentechnik erfolgen bis zum Jahr 2028.
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