Zwei Projekte stärken die industrielle Wasserwirtschaft in Österreich

Die Nachfrage nach leistungsfähigen Lösungen für die industrielle Abwasserbehandlung wächst in Österreich kontinuierlich. Investitionen in moderne Umwelttechnik tragen dazu bei, Produktionsstandorte zukunftssicher auszurichten und steigende Anforderungen an den Gewässer- und Umweltschutz zuverlässig zu erfüllen. Mit zwei neuen Aufträgen in der Steiermark baut EnviroChemie ihre Aktivitäten im österreichischen Markt weiter aus und unterstützt Kunden aus der Pharmaindustrie sowie der Stahlverarbeitung bei der Modernisierung ihrer Abwasserinfrastruktur.

Modernisierung der Abwasseraufbereitung für einen Pharmastandort

Für einen internationalen Pharmakonzern aus der Steiermark modernisiert EnviroChemie eine bestehende Abwasserbehandlungsanlage zur Aufbereitung fetthaltiger und emulsionshaltiger Spülwässer aus der Produktion. Die neue Envochem® UFI-Anlage ist für einen Durchsatz von rund 35 m³ pro Tag ausgelegt und ersetzt eine Bestandsanlage, deren Komponenten teilweise seit vielen Jahren im Einsatz sind.

Im Mittelpunkt steht die zuverlässige Behandlung von Spülabwässern mit erhöhten Anteilen an Fetten und Emulsionen vor der Indirekteinleitung in das öffentliche Kanalnetz. Das Anlagenkonzept basiert auf keramischer Ultrafiltration und umfasst neben mehreren Pufferbehältern auch eine integrierte CIP-Reinigung zur automatisierten Membranpflege. Ziel des Projekts ist eine langfristig sichere, wirtschaftliche und ressourcenschonende Abwasserbehandlung bei gleichzeitig hoher Anlagenverfügbarkeit.

Neue Abwasserbehandlungsanlage für Wuppermann Austria GmbH

Für die Wuppermann Austria GmbH realisiert EnviroChemie eine neue chemisch-physikalische Abwasserbehandlungsanlage zur Behandlung von Prozessabwässern aus der Stahlverarbeitung. Die Durchlaufanlage Envochem® COL HD wird für einen Durchsatz von bis zu 120 m³ pro Tag ausgelegt und bereitet die Abwässer für die Indirekteinleitung auf. Das Verfahrenskonzept umfasst Koagulation, Schwermetallfällung, Neutralisation, Flockung, Sedimentation und Filtration. Im Fokus stehen die Reduzierung von Schwermetallen und die Entfernung von Kohlenwasserstoffen sowie weiteren relevanten Abwasserparameter. Ergänzt wird die Anlage durch eine Kammerfilterpresse zur Schlammentwässerung, eine Endkontrolle sowie eine integrierte Abwasserkühlung, um die geforderten Einleitbedingungen zuverlässig einzuhalten.

Unterschiedliche Branchen, gemeinsames Ziel

Ob membrantechnische Behandlung von Pharmaabwässern oder chemisch-physikalische Reinigung von Prozessabwässern aus der Stahlverarbeitung – beide Projekte verfolgen das gleiche Ziel: die langfristig sichere und wirtschaftliche Behandlung industrieller Abwässer. Mit den beiden Aufträgen unterstreicht EnviroChemie ihre Kompetenz bei der Planung und Realisierung individueller Anlagenkonzepte für anspruchsvolle Anwendungen der industriellen Abwasserbehandlung in Österreich.

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