Wasserrecycling in der Lebensmittelindustrie: Abwasserbehandlung von Molkereiabwässern

Wasserrecycling in der Lebensmittelindustrie: Abwasserbehandlung von Molkereiabwässern

EnviroChemie realisierte für die größte Molkerei Algeriens eine leistungsfähige Abwasserbehandlungsanlage zur Reinigung stark organisch belasteter Molkereiabwässer und zur Wasserwiederverwendung in der Landwirtschaft.

Was haben wir konkret gemacht?

EnviroChemie plante, errichtete und nahm für Laiterie Soummam, die größte Molkerei Algeriens, eine mehrstufige Abwasserbehandlungsanlage für die Lebensmittelindustrie erfolgreich in Betrieb. Die Anlage ist speziell für die Behandlung von Molkereiabwässern aus der Milchverarbeitung ausgelegt und gewährleistet eine zuverlässige Abwasserreinigung bei hohen organischen Belastungen.

Das System kombiniert mehrere Verfahrensstufen der industriellen Abwasserbehandlung. Dazu gehören eine mechanische Vorbehandlung, eine Flotationsanlage zur Entfernung von Fetten und Feststoffen sowie eine anschließende biologische Abwasserbehandlung zur Reduzierung organischer Inhaltsstoffe.

Ergänzt wird die Anlage durch eine integrierte Schlammbehandlung mit Schlammentwässerung, die anfallende Feststoffe effizient trennt und eine sinnvolle Weiterverwertung der Reststoffe ermöglicht. Dadurch wird nicht nur die Abwasserreinigung in der Molkereiindustrie optimiert, sondern auch ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen unterstützt.

  • Aufgabenstellung

    Aufgabenstellung

    Die Molkerei Laiterie Soummam produziert täglich große Mengen an UHT-Milch, Joghurt, Frischkäse und Schmelzkäse. Bei der Milchverarbeitung entstehen dabei erhebliche Mengen organisch belasteter Produktionsabwässer. Insgesamt fallen durchschnittlich rund 4.800 m³ Molkereiabwasser pro Tag an, die eine leistungsfähige Abwasserbehandlung in der Lebensmittelindustrie erfordern.

    Die Abwässer aus der Milchverarbeitung weisen hohe organische Belastungen, insbesondere einen erhöhten chemischen Sauerstoffbedarf, auf. Ziel des Projekts war es daher, eine zuverlässige Abwasserbehandlung für Molkereien zu realisieren, die eine sichere Einhaltung der gesetzlichen Einleitgrenzwerte gewährleistet.

    Darüber hinaus sollte ein Teil des gereinigten Wassers im Sinne eines nachhaltigen Wasserrecyclings in der Lebensmittelindustrie wiederverwendet werden. Geplant war die Wasserwiederverwendung für die Bewässerung der Außenanlagen des Produktionsstandorts.

    Ein weiterer Bestandteil der Aufgabenstellung war die nachhaltige Behandlung und Verwertung des anfallenden Klärschlamms, um einen ressourcenschonenden Betrieb der Abwasserbehandlungsanlage für Molkereien sicherzustellen

  • Lösung

    Lösung

    Die Anlage basiert auf einem mehrstufigen Konzept zur Abwasserbehandlung von Molkereiabwässern. Es kombiniert eine mechanische Vorbehandlung, eine Druckentspannungsflotation vom Typ Flomar® zur Entfernung von Fetten und Feststoffen sowie eine aerobe biologische Abwasserbehandlung.

    Kern der biologischen Reinigung sind zwei Biomar® OBR-Reaktoren, in denen der chemische Sauerstoffbedarf des Abwassers effizient von etwa 5.000 mg/L auf unter 120 mg/L reduziert wird. Eine integrierte Belüftung sorgt für stabile Prozessbedingungen auch bei schwankenden Abwasserbelastungen.

    Der entstehende Klärschlamm wird anschließend entwässert, sodass eine landwirtschaftliche Verwertung möglich ist.

  • Vorteile

    Vorteile

    Die Anlage ermöglicht eine zuverlässige Behandlung großer Mengen an Molkereiabwässern bei gleichzeitig hoher Reinigungsleistung. Ein Teil des gereinigten Wassers wird im Sinne des Wasserrecyclings in der Lebensmittelindustrie zur Bewässerung der Außenflächen der Molkerei wiederverwendet und reduziert so den Bedarf an Frischwasser.

    Der anfallende entwässerte Klärschlamm kann als Dünger in der Landwirtschaft genutzt werden und unterstützt eine nachhaltige Ressourcenverwertung.

    Das Projekt zeigt, wie industrielle Lebensmittelproduktion, moderne Abwasserbehandlung und Wasserwiederverwendung erfolgreich kombiniert werden können, um eine nachhaltige Wasser- und Ressourcennutzung zu ermöglichen.

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