Effiziente Brüdenkondensatbehandlung aus der Klärschlammtrocknung für eine sichere und nachhaltige Einleitung

Bei der thermischen Trocknung von kommunalem Klärschlamm entstehen hochbelastete Brüdenkondensate, die eine anspruchsvolle Abwasserbehandlung erfordern. Ziel ist eine sichere und regelkonforme Einleitung in die Kanalisation bei gleichzeitiger Reduktion von Stickstoff- und Kohlenstofffrachten sowie einer energieeffizienten Betriebsweise. Im Fokus stehen Nachhaltigkeit, Betriebssicherheit und die Vorbereitung zukünftiger Anforderungen an Wasserrecycling.

Was haben wir konkret gemacht?

EnviroChemie plante und realisierte ein mehrstufiges Verfahrenskonzept zur Behandlung des anfallenden Kondensats. Die Anlage nutzt eine Envochem® COL zur Fällung und Flockung mit anschließender Ammoniakstrippung zur gezielten Stickstoffelimination. Das Konzept wurde gezielt auf die spezifischen Belastungsprofile des Kondensats abgestimmt und ist durch eine optionale Mehrschichtfiltration zur weitergehenden Ablaufpolierung flexibel erweiterbar.

AUFGABENSTELLUNG

Das anfallende Brüdenkondensat weist mit bis zu 240 m³/d eine erhebliche hydraulische Last auf. Hinzu kommen hohe CSB-Frachten von rund 1.440 kg/d sowie Ammoniumkonzentrationen von bis zu 600 kg/d. Die Einleitung in die kommunale Kanalisation erfordert die zuverlässige Einhaltung strenger behördlicher Grenzwerte – auch bei stark schwankenden Zulauffrachten im kontinuierlichen Betrieb. Gleichzeitig sollte die Lösung wirtschaftlich betreibbar und langfristig ausbaufähig sein.

LÖSUNG

In einer ersten Stufe reduziert die Envochem® COL Anlage partikuläre und gelöste organische Inhaltsstoffe durch chemische Fällung und Flockung zuverlässig und effizient. Das so vorbehandelte Abwasser durchläuft anschließend eine Ammoniakstrippung, die die hohen Stickstoffkonzentrationen gezielt eliminiert und damit die Einleitfähigkeit sicherstellt. Die modulare Systemarchitektur erlaubt eine schrittweise Erweiterung und passt sich flexibel an veränderte Betriebsbedingungen oder künftig verschärfte Einleitanforderungen an.

VORTEILE

Die Anlage gewährleistet dauerhaft sichere Einleitwerte bei gleichzeitig hoher Betriebsstabilität und Prozesssicherheit. Die energieoptimierte Auslegung senkt die laufenden Betriebskosten spürbar und schafft eine wirtschaftlich tragfähige Gesamtlösung. Der Betreiber verfügt damit über eine zukunftsfähige Infrastruktur, die aktuelle regulatorische Anforderungen zuverlässig erfüllt und gleichzeitig Potenziale für weitergehendes Wasserrecycling langfristig offenhält.

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