PFAS-Entfernung aus Industrieabwasser: Über 99 % PFAS-Reduktion bei Chemours Dordrecht

PFAS-Entfernung aus Industrieabwasser: Über 99 % PFAS-Reduktion bei Chemours Dordrecht

Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) gehören zu den persistentesten Industriechemikalien und stellen hohe Anforderungen an die Behandlung von Industrieabwasser. Am Standort Chemours Dordrecht in den Niederlanden realisierte EnviroChemie eine leistungsfähige Anlage zur PFAS-Entfernung aus Abwasser. Die Abwasserbehandlungsanlage entfernt PFAS-Verbindungen – insbesondere GenX – zuverlässig aus dem Industrieabwasser. Die Anlage behandelt durchschnittlich 1.440 m³ Abwasser pro Tag und erreicht dabei eine PFAS-Reduktion von über 99 %.

Was haben wir konkret gemacht?

EnviroChemie plante, realisierte und nahm am Standort Chemours Dordrecht in den Niederlanden eine mehrstufige Abwasserbehandlungsanlage zur Entfernung fluorierter organischer Verbindungen (PFAS) aus Industrieabwasser in Betrieb. Ziel des Projekts war eine zuverlässige PFAS-Behandlung, um die strengen niederländischen Einleitvorgaben für Oberflächengewässer einzuhalten.

Die Abwasserbehandlungsanlage kombiniert mechanische Trennverfahren, chemisch-physikalische Abwasserbehandlung und moderne Filtrationstechnologien. Durch die mehrstufige Prozessführung werden PFAS-Verbindungen und andere fluorierte organische Stoffe effektiv aus dem Industrieabwasser entfernt und die geforderten Einleitwerte sicher erreicht.

  • Aufgabenstellung

    Aufgabenstellung

    Bei der Herstellung von Fluorpolymeren entstehen Industrieabwässer, die PFAS-Verbindungen – insbesondere GenX – enthalten. Diese per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) sind chemisch äußerst stabil und lassen sich mit konventionellen Verfahren der Abwasserbehandlung nur schwer aus dem Industrieabwasser entfernen.

    Für den Standort Chemours Dordrecht sollte daher eine leistungsfähige Anlage zur PFAS-Behandlung von Industrieabwasser entwickelt werden. Ziel war eine zuverlässige PFAS-Entfernung bei kontinuierlicher Behandlung großer Abwassermengen sowie die sichere Einhaltung der behördlichen Umweltauflagen.

    Die neue Abwasserbehandlungsanlage ersetzt eine provisorische Behandlungslösung und gewährleistet einen stabilen Betrieb bei durchschnittlichen Durchflussraten von 60 m³/h und Spitzenwerten von bis zu 120 m³/h.

  • Lösung

    Lösung

    Das PFAS-haltige Industrieabwasser durchläuft zunächst Absetzbecken zur Entfernung grober und sedimentierbarer Stoffe. Anschließend wird ein Polyelektrolyt dosiert, sodass feinste Partikel zu Flocken aggregieren und aus dem Abwasser entfernt werden können. Mit einer Druckentspannungsflotation vom Typ Flomar® werden diese Flocken effizient aus dem Industrieabwasser abgetrennt.

    Das vorgereinigte Abwasser wird anschließend über Sandfilter und Aktivkohlefilter behandelt. Durch diese Filtration werden PFAS-Verbindungen – insbesondere GenX – zuverlässig zurückgehalten und aus dem Abwasser entfernt.

    Ein konstruktives Merkmal der Abwasserbehandlungsanlage sind Becken mit Trichterboden und integrierten Förderschnecken, die den PFAS-haltigen Schlamm automatisiert austragen. Der anfallende Schlamm wird anschließend über einen Dekanter entwässert und sicher weiterbehandelt.

  • Vorteile

    Vorteile

    Die Anlage ermöglicht eine zuverlässige und kontinuierliche Behandlung von PFAS-haltigem Industrieabwasser bei hoher Reinigungsleistung. Mit einer PFAS-Reduktion von über 99 % erfüllt die Abwasserbehandlungsanlage die strengen niederländischen Umweltanforderungen und gewährleistet eine sichere Einleitung des gereinigten Abwassers in Oberflächengewässer am Standort Chemours Dordrecht.

    Die automatisierte Schlammabführung reduziert den manuellen Betriebsaufwand und minimiert den Kontakt des Betriebspersonals mit PFAS-haltigen Rückständen aus der Abwasserbehandlung. Die Lösung vereint hohe Prozesssicherheit, verbesserten Arbeitsschutz und einen nachhaltigen Gewässerschutz bei der Behandlung von Industrieabwasser.

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