Projektstart des EU-geförderten Forschungsprojekts B-WaterSmart mit EnviroChemie als Anlagenbauer

Im Jahr 2018 lebten 74% der Europäer in städtischen Gebieten und die Zahl wird in den kommenden Jahrzehnten weiter steigen. Das Konzept einer Smart City, gepaart mit einem intelligenten Wassermanagement durch innovative Konzepte und Technologien kann hier einen wichtigen Beitrag leisten.

Die Transformation von intelligenter Wasserwirtschaft in küstennahen Regionen Europas beschleunigen

Im Jahr 2018 lebten 74% der Europäer in städtischen Gebieten und die Zahl wird in den kommenden Jahrzehnten weiter steigen, was eine große Herausforderung für das Wassermanagement darstellt (UN, World Urbanization Prospects 2018). Das Konzept einer Smart City, gepaart mit einem intelligenten Wassermanagement durch innovative Konzepte und Technologien kann hier einen wichtigen Beitrag leisten.

Unter dem Motto: „Greening the economy in line with the Sustainable Development Goals (SDGs)“ startete 2014 das europäische Rahmenprogramm „Horizon 2020“, welches das Forschungsprojekt B-WaterSmart fördert. B-WaterSmart bringt sechs europäische Küstenstädte und -regionen zusammen, die große Ambitionen haben, ihre Herausforderungen und Chancen im Wassermanagement anzugehen. Dies geschieht im Rahmen des Projekts durch die Umsetzung eines groß angelegten systemischen Ansatzes zur Auswahl, Vernetzung und Demonstration innovativer Technologie- und Managementlösungen für Schlüsselsektoren mit hohem Wasser- und Ressourcenumsatz. Das Projekt startet im September 2020, hat eine Laufzeit von vier Jahren und wird von 36 europäischen Partnern aus der Industrie und Forschung durchgeführt.

EnviroChemie ist Teil des Projektkonsortiums und arbeitet am Einsatz von Technologien zur Wasseraufbereitung und Wiederverwendung in Molkereien. Die Lebensmittelindustrie ist typischerweise durch einen hohen Wasserverbrauch mit strengen Qualitätsanforderungen an das Prozesswasser gekennzeichnet. Entstehende Dampfkondensate, die beispielsweise in der Milchverarbeitung durch Trocknung oder Eindampfen entstehen, müssen geeignet behandelt werden. Die wässrigen Kondensate enthalten organische Verunreinigungen und geringe Salzkonzentrationen. Das Volumen der Brüdenkondensate kann je nach der produzierten Menge an Trockenprodukten mehrere hundert Kubikmeter pro Tag erreichen und eignet sich daher gut für die Wiederverwendung. Ziel der Brüdenkondensatbehandlung ist die Gewinnung von hygienisch unbedenklichem Wasser, das als Prozesswasser für verschiedene Zwecke wiederverwendet werden kann. EnviroChemie wird dafür eine modulare Pilotanlage zur Behandlung von Brüdenkondensat entwickeln, bauen und betreiben. Es werden unterschiedliche Technologien, wie Membranverfahren sowie biologisch und mechanische Stufen, in die gesamte Prozesskette integriert und betrachtet. Durch die Verschaltung der Anlagenstufen können unterschiedliche Wasserqualitäten produziert werden, die für unterschiedliche Wiederverwendungszwecke verwendet werden können.

 

 

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